Der Letzte Mann

Ein alter, in Ehren ergrauter Hotelportier (Emil Jannings), wird eines Tages aufgrund eines Schwächeanfalls von der Pforte in die Herrentoilette versetzt. Diese Demütigung nicht verkraftend entwendet er eines Nachts seine alte Uniform und führt nun ein Doppelleben: Tagsüber verrichtet er traurig seinen Dienst in der Hoteltoilette, nach Feierabend schlüpft er heimlich in seine alte Uniform, um vor seiner Familie und Nachbarschaft den Schmach zu verbergen. Doch der Schwindel fliegt bald auf...

Der letzte Mann stellt in der Entwicklung der Filmtechnik und -kunst einen Meilenstein dar. Neben der Assimilation wesentlicher Elemente aus dem Expressionismus wendet Regisseur Friedrich Murnau erstmalig in ausgereifter Form an, was als «entfesselte Kamera» bezeichnet wurde.

 

sad.sad.calzone

SAD.SAD.CALZONE vertont den Film mit einer Soundcollage aus Ambient, Noise, Electronica & Postrock live an drei Plattenspielern.

Die expressionistischen Bilder des Films treffen auf sphärisch-hypnotische und zum Teil experimentelle Klänge aus über 30 Jahren Musikgeschichte.

Der schleichende soziale Niedergang des Protagonisten erfährt dabei eine Parallele in der ansteigenden Zuspitzung des Sounds. Der DJ pointiert einzelne Szenen des Films mit großem Finderspitzengefühl, aber auch viel kreativem Freigeist.